"Vielfältig und vernetzt" Gustav-Adolf-Werk feiert Jubiläum

"Vielfältig und vernetzt" Gustav-Adolf-Werk feiert Jubiläum

"Vielfältig und vernetzt" Gustav-Adolf-Werk feiert Jubiläum

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"Vielfältig und vernetzt" Gustav-Adolf-Werk feiert Jubiläum

Unter dem Motto „Vielfältig und vernetzt“ feierten Gäste aus ganz Deutschland und internationalen Partnerkirchen die Gründung der ältesten evangelischen Frauenorganisation Deutschlands. Zu diesem Festwochenende vom 24.04. bis 26.04. reiste auch der Bezirksverbandsvorstand Unna der Ev. Frauenhilfe nach Leipzig. Hier wurde 1851 die Frauenarbeit gegründet und hier ist auch die Zentrale des Gustav-Adolf-Werkes. Frauen aus allen Himmelrichtungen und Kontinenten waren angereist um gemeinsam zu feiern, zu diskutieren und einander kennenzulernen.

In drei geschichtsträchtigen Kirchen erlebten die Gäste Gottesdienst mit hochkarätiger Kirchenmusik, gemeinsames Abendmahl und ein festliches Frauenmahl.

Dazu schreibt das Gustav-Adolf-Werk in einer Pressemitteilung:  „Das Jubiläum schlug den Bogen von der Vergangenheit bis in die Gegenwart. Auch heute ist es leider keine Selbstverständlichkeit, dass Frauen in Kirche und Gesellschaft dieselben Freiheiten und Perspektiven wie Männer haben. Die Festrednerin, Theologin und Journalistin Professorin Johanna Haberer, sprach zum Thema „Frauenrechte weltweit – Fortschritte oder Rückschritte?“ und zeigte eindrücklich, wie der Feminismus heute weltweit immer mehr unter Druck gerät: „Frauenrechte und Ordnungen, die den Frauen gleiche Ansprüche und Entwicklungschancen zurechnen, sind der erklärte Feind aller Regierungen, die derzeit eine neue Ordnung – oder besser Unordnung – etablieren, die Gewalt als Durchsetzung aller Ansprüche deklariert.“

In den verschiedenen Salons in der Peterskirche berichteten Pfarrerinnen aus Polen, Rumänien, Kuba, Brasilien, Lettland von ihrer Arbeit und den Gegebenheiten vor Ort. So erzählte Carina Ines Schmidt, sie ist Pfarrerin im Süden Brasiliens, dort betreut sie 258 Gemeindegliedern in 5 Gemeinden in einem Gebiet von 350 km Länge. „Ja, das ist anstrengend und Zeit intensive. Aber die Gemeinde wächst und da ist Glauben und Dankbarkeit“. Vieles, z. B. wie der Konfirmandenunterricht erfolgt online, aber für Gottesdienste und Amtshandlungen pendelt sie hin und her.

Einen besonderen Auftritt boten die Kirchen-Clowninnen Gertrud (Pfrin. Elke Markmann) und Matilde (Professorin Luise Metzler) sie begrüßten die gut 150 Frauen mit: „So viele schöne Menschen und Gott hat sie alle lieb.“ Es wurde ein fröhlicher, aber auch kritischen Gang durch die Bibel. Am Ende brachten sie ein Geschenk, eine Weltkugel, auf der alle Orte gekennzeichnet waren, wo das GAW unterstützt und hilft. 

Ein besonderer Abschluss der Feierlichkeiten war der Gottesdienst in der Nicolaikirche, wo in den 1980-ziger Jahren die Friedensgebete stattgefunden haben.

Insgesamt war es eine beeindruckende Veranstaltung, in sehr guter Harmonie und Gemeinschaft. Es war geleichzeitig eine gute Gelegenheit die GAW Frauenarbeit in all ihrer Vielfalt besser kennenzulernen. 

Fotos zu der Veranstaltung: 
https://www.frauenhilfe-bzv-un...

                                 „Weltweit Gemeinden helfen“
                     hier folgen Stimmen aus verschiedenen Ländern:

Brasilien: Unsere Arbeit als Müllsammlerinnen ist für die Gesellschaft unverzichtbar – auch wenn wir oft übersehen werden. Wir halten die Stadt sauber und schützen die Umwelt. In unserer Kooperative unterstützen wir einander. Mit Hilfe der GAW können wir endlich einen Ballenheber anschaffen, der unsere Arbeit erleichtert.“ Maria Tugira Cordoso

Argentinien: „Seit vielen Jahren begleiten wir 16 indigene Gemeinschaften dabei, ihre Lebengrundlage durch traditionelle Anbauweisen, besserer Wasserversorgung und gesunde Ernährung zu stärken. Das GAW leistet dazu einen wichtigen Beitrag.“ Niclas Rosentahl

Syrien / Libanon: Syrien und Libanon leiden unter den Folgen von Krieg, Armut und gesellschaftlicher Spaltung. Mit unserem Programm – Seeds of Paece – setzten wir uns für Versöhnung, Menschenwürde und eine gewaltfreie Zukunft ein. Wir danken dem GAW für die Unterstützung.“ Amir Bitra

Ukraine: „Das GAW hat uns schnell geholfen, einen Kleinbus zu kaufen, als der Krieg in der Ukraine ausbrach. Damit transportieren wir Lebensmittel und evakuierte Menschen aus umkämpften Orten.“  Pfarrer Pawlo Schwarz

Griechenland: „Das Leben in engen Flüchtlingslagern ist besonders für Frauen und Mädchen bedrückend. Im Begegnungszentrum – Casa Base – finden sie einen sicheren Ort und blühen auf. Wir danken der Frauenarbeit des GAW von Herzen für die Unterstützung.“ Pfrin. i.R. Dorothee Vakalis

Rumänien: „Unsere Kirche war baufällig, Wir wussten, dass wir alleine nicht die finanziellen Mittel haben würden, um sie zu sanieren. Die Unterstützung des GAW hat uns Mut gemacht.“ Pfr. István Kelemen

Wer mehr erfahren möchte: www.gustav-adolf-werk.de


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